Erste Schritte im Trauerfall

Wenn ein Familienangehöriger im vertrautem Eigenheim stirbt, muss zunächst ein Arzt benachrichtigt werden. Dies ist im besten Fall der eigene Hausarzt; kann aber auch der Bereitschaftsarzt oder der Notarzt sein. Dieser macht eine wichtige Untersuchung zur Feststellung des Todes und stellt die Todesbescheinigung aus. Anschließend benachrichtigen Sie das Bestattungsunternehmen Ihres Vertrauens. Nach der Überführung des Verstorbenen vereinbaren wir einen Gesprächstermin, damit wir über alle Details Ihrer gewünschten Bestattung sprechen können.
Bitte halten Sie folgende Dokumente um den Personenstand nachzuweisen bereit:
- den Personalausweis des Verstorbenen
- das Familienbuch (sofern vollständig geführt)
- bei verheirateten: die Heiratsurkunde
- bei ledigen: die Geburtsurkunde
- bei geschiedenen: die Heiratsurkunde und das rechtskräftige Scheidungsurteil
- bei verwitweten: die Heiratsurkunde und die Sterbeurkunde des Ehepartners
Des Weiteren:
- Rentenbescheide (auch Betriebsrenten)
- Krankenversichertenkarte
- Grabdokumente (Urkunde über das Nutzungsrechte an einer Grabstätte)
- sämtliche Versicherungspolicen, insbesondere zunächst Lebens- und Sterbegeldversicherungen
- Mitgliedschaften in Gewerkschaften, Vereinen etc.

Bestattungsformen

Erdbestattung:
Bei dieser traditionellen Bestattungsform wird der Sarg (nach einer Trauerfeier oder der heiligen Messe) auf einem Friedhof in einem Erdgrab beigesetzt. Dort unterscheidet man zwischen zwei Grabarten: Reihengräber (werden der Reihe nach vergeben; der Platz ist also nicht wählbar und die Nutzungszeit kann nicht verlängert werden) oder Wahlgräber (diese können ausgesucht werden, sind immer wieder verlängerbar und dort können jederzeit bis zu 4 Urnen pro Stelle mit beigesetzt werden). Die Nutzungszeit richtet sich nach der gültigen Friedhofssatzung und wird bestimmt durch die Bodenbeschaffenheit. Um auch bei einer Sargbestattung eine pflegefreie Grabform bieten zu können, gibt es in der Kategorie der Reihengräber auch sogenannte Rasenreihengräber.



Feuerbestattung:
Das Feuerbestattungsgesetz erlaubt bereits seit 1934 Feuerbestattungen in Krematorien. Die katholische Kirche gibt seit 1963 ihr Einverständnis. Bei einer Feuerbestattung sind die Formalitäten genauso zu behandeln, wie bei einer Erdbestattung. Jedoch gibt es statt der Überführung zum Friedhof die Überführung ins Krematorium. Dort findet nach der Amtsärztlichen Leichenschau (2. Leichenschau) die Kremation statt. Für Urnen gibt es ebenfalls mehrere Bestattungsmöglichkeiten. Ein Erdgrab für Urnen unterscheidet sich wieder unter Wahl- und Reihengräbern (auch als Rasengrab möglich). Zusätzliche gibt es Möglichkeit in einer Stele auf dem Friedhof oder in einem Kolumbarium beigesetzt zu werden. Der Begriff Kolumbarium wird bei Ihnen wahrscheinlich die meisten Fragen aufwerfen. Ich möchte Ihnen eine kurze Erklärung geben. Aber Sie können es sich auch gerne einmal anschauen. Im alten Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Königshardt am Buchenweg ist so ein "Urnenfriedhof im Haus" im letzten Jahr entstanden. Dort kann man die Urne sichtbar beisetzen und die "Urnennische" am Tag der Beisetzung mit persönlichen Gegenständen schmücken.

Sollten Sie Fragen zum Ablauf einer Feuerbestattung haben, sprechen Sie mich bitte an.



Seebestattung:
Der Seebestattung ist die Feuerbestattung vorausgesetzt. In internationalem Gewässer kann auf unreinem Grund, wo keine Fischerei erlaubt ist, die Urne beigesetzt werden. Gemeinsam suchen wir für Sie die richtige Reederei und den Abfahrtshafen aus. Nachdem die Urne von uns dorthin überführt wurde, machen Sie sich auf den Weg zum Abfahrtshafen. Gemeinsam fahren Sie auf die See hinaus um dort die Beisetzung auf See durchzuführen. Im Anschluss erhalten Sie einen Logbuchauszug mit den genauen Koordinaten der Beisetzungsstätte. Einmal im Jahr finden Gedenkfahrten statt, in denen der Beisetzungsort noch einmal angefahren wird.

Für Details zum Ablauf der Seebestattung vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Gesprächstermin.